Foto Zwangsarbeiter

Rob Zweerman, Prof. Hermann Pitz, Dr. Ulrich Maly und Prof. Wladyslaw Bartoszewski (v. l.) neben dem Mahnmal
(Foto: Ralf Schedlbauer)

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Das Zwangsarbeiter-Mahnmal "Transit"

Zweiundsechzig Jahre nach Kriegsende, am 15. Oktober 2007, hat die Stadt Nürnberg im U-Bahn-Verteilergeschoss am Plärrer ein Zwangsarbeiter-Mahnmal eingeweiht. Eine Reihe von ehemaligen Zwangsarbeitern aus den Niederlanden, der Ukraine, Polen, der Slowakei und aus anderen Staaten war von der Stadt Nürnberg eingeladen worden und nahm an der Gedenkfeier teil.

Im Jahr 1987 hatte der Nürnberger Stadtrat die Schaffung dieses Denkmals beschlossen. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte des Zwangsarbeiter-Einsatzes in Nürnberg hatte die Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" initiiert, deren zentrale Aufgabe die Auszahlung von Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter und andere Opfer nationalsozialistischen Unrechts gewesen war. Den Auftakt bildete 2002 ein Zeitzeugengespräch im Nürnberger Stadtarchiv, das sich fortan dieses Themas annahm.

Die Schaffung des Mahnmals ist auch das Resultat des jahrzehntelangen Engagements ehemaliger Zwangsarbeiter, als deren Sprecher Rob Zweerman (80 Jahre) aus Rotterdam (Niederlande) unermüdlich fungierte. Auch der ehemalige dänische Zwangsarbeiter Ryszard Kotlinsky (83 Jahre) hatte das Anliegen, einen Erinnerungsort für die rund 100.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 40 Ländern zu schaffen, immer wieder nachdrücklich unterstützt.